Unsere Spendenkampagne „Keep on biking!“ auf betterplace

Unterstütze in der kalten Jahreszeit ein herzerwärmendes Projekt! Möglich macht dies unsere betterplace-Spendenseite – gebührenfrei und mit Spendenquittung.

 

Auch wenn sich nicht alle Berliner*innen zu dieser Jahreszeit auf ihrem Fahrrad fortbewegen, schläft unsere Arbeit nie. Über das gemeinsame Reparieren lernen sich Menschen kennen, lachen und haben ein gemeinsames Erfolgserlebnis, wenn ein Fahrrad fertiggestellt wird. Unsere lange Warteliste zeigt, dass Fahrräder gewünscht und gebraucht werden. Diese ehrenamtliche Arbeit lebt von der Unterstützung solidarischer Menschen.

Bis Jahresende wollen wir euch regelmäßig mit kleinen Videos versorgen. Videos, die euch zeigen, wer wir sind, wer zu uns kommt und warum es sich lohnt, uns zu unterstützen!

Neuer Partner Bike Stop

Seit diesem Oktober ist unser Verein Projektpartner in dem Projekt “Bike Stop” das durch Mittel des Erasmus+ – Programms der Europäischen Union gefördert wird. Insgesamt 9 Organisationen aus 7 verschiedenen Ländern (Spanien, Bulgarien, Italien, Serbien, Rumänien Deutschland und Großbritannien) arbeiten hier zusammen, um marginalisierten Bevölkerungsgruppen den Weg in ein unabhängiges Leben zu ermöglichen.

In dem gemeinsamen Projekt mit dem langen Namen – “Bike Stop for social inclusion – From Guest to Host” – geht es konkret um den Aufbau eines Netzwerks von sozialen Wohnprojekten und einer Internetplattform, um “langsamen Tourismus“ für Fahrradfahrer*innen in den verschiedenen europäischen Ländern zu fördern. Innerhalb der nächsten zwei Jahre sollen Teilnehmer*innen dieser Einrichtungen darin geschult werden ein Hostel und eine Werkstatt für Fahrradtouristen zu betreuen.

Dem Verein “Rückenwind” fällt dabei die Rolle zu, unsere Erfahrungen in dem Aufbau und Betrieb einer Fahrradwerkstatt, der von Ehrenamtlichen organisiert wird, weiterzugeben. Und Trainingsmethoden für zukünftige Fahrradschrauber*innen zu entwickeln. Wir freuen uns auf die anstehenden Herausforderungen und die Möglichkeit unser Wissen zu sammeln und für andere zugänglich zu machen und werden natürlich über die Fortschritte weiter berichten.

Videodreh der Deutschen Welle

Unsere zweite Fahrradausgabe seit Corona fand am 11. August statt – und wurde begleitet von der Deutschen Welle! Deren Umweltmagazin Eco India hatte uns kontaktiert und war sogleich vom „Rückenwind-Mix“ begeistert: Mobilität, Integration und Nachhaltigkeit. Herausgekommen ist ein 3-minütiger Fernsehbeitrag, indem neben einiger unserer Ehrenamtlichen auch unser derzeitiger Bundesfreiwilligendienstender Keiwan zu Wort kommt. Ein gelungenes Porträt – doch schaut selbst:


Sharing is caring: Wie wir zu einer kleinen Bike-Sharing-Flotte gekommen sind.

Wenn Bike-Sharing-Anbieter auf Grund von fragwürdigen Geschäftsgebaren pleite gehen oder die Stadt für mehrere Anbieter zu klein wird, entstehen meist grausig-schöne Bilder von Fahrradfriedhöfen.

Um dies zu vermeiden, hat sich der Anbieter “Byke” aus Frankfurt am Main an uns gewandt und nachgefragt, ob wir nicht Interesse an 350 Fahrrädern hätten. Wait, what? Die schiere Menge ließ uns zunächst einmal schlucken. Kriegen wir das organisiert? Wo nur sollen wir Lagerfläche dafür herbekommen? Und wie kommen die Räder nach Berlin? Weil wir aber eine ziemlich lange Warteliste von Leuten haben, die sich bei uns für ein Fahrrad angemeldet haben, haben wir uns dazu entschlossen, es zu probieren. Und zum Glück wurden wir mit dieser Herausforderung nicht allein gelassen. Durch Kooperationen mit der Initiative “Wir packens an” und mit einem anderen tollen Fahrradprojekt, der Lichtenberger Garage 10, konnten wir den Transport tatsächlich stemmen und die anfallenden Kosten untereinander aufteilen.

Von den 350 Rädern, die auf zwei LKW-Touren mit einem 40-Tonner von Frankfurt nach Berlin gebracht wurden, erhielten wir letztlich 150. Gelagert werden diese an einer Charlottenburger und an einer Neuköllner Schule, die dafür als Gegenleistung jeweils 20 Räder als Schulhofräder behalten können. An zwei Aktionstagen haben wir die Räder noch einmal gewartet und werden voraussichtlich Ende Juli damit beginnen, diese an die Menschen auf unserer Anmeldeliste auszugeben.

Bis dahin haben einige der Räder aber auch schon Berlin und Umgebung kennengelernt: Durch eine Kooperation mit der teach first gGmbH konnten wir die Räder an die “Hannah Höch”- Gemeinschaftsschule in Pankow verleihen. Mit den Rädern wurden so Ausflüge möglich, bei denen die Schüler*innen ihren Bezirk von einer ganz neuen Seite kennenlernen konnten.

Wir sind gespannt auf weitere Erfolgsgeschichten, die sich mit der Weiterverteilung unserer kleinen “Byke-Flotte” schreiben lassen und wollen an dieser Stelle noch einmal allen beteiligten Organisationen und ehrenamtlichen Helfer*innen unseren Dank aussprechen.

Fahrrad-Projektwoche am Neuköllner Albrecht Dürer Gymnasium

Das durch den nationalen Radverkehrsplan geförderte Projekt “Status Rad” richtet sich an Schüler*innen und Schüler, die in ein Alter kommen, wo sie vor der Entscheidung stehen, ob das Auto zukünftig das Verkehrsmittel ihrer Wahl sein soll. Durch gezielte Kommunikation und gemeinsame Aktionen an Schulen soll in dem Projekt das Fahrrad als Alternative zum Auto vorgestellt werden. Denn meist ziehen junge Erwachsen das Auto dem Fahrrad vor, weil sie unsicher im Straßenverkehr sind, sich nicht ausreichend damit identifizieren oder weil sie fehlende Fertigkeiten bei Fahrradreparatur haben.

Bei Letzterem konnten Ehrenamtliche aus unserem Verein an einem Tag in der “Projektwoche Fahrrad” dazu beitragen Hemmungen abzubauen. Mit unserem Lastenfahrrad und einer Kiste voll Werkzeug und Ersatzteilen machten sich Jonas, Graham und Martin auf dem Weg an das Neuköllner Albrecht Dürer Gymnasium um den Schüler*innen und Schülern zu zeigen, wie das eigene Fahrrad gecheckt werden kann und wie die einfachsten Reparaturen von der Hand gehen. Für Jugendliche im besten Alter 😉 war das Interesse und Engagement dabei ungewöhnlich hoch. Und wir freuen uns, dass wir dabei helfen konnten mehr Neuköllner Schüler handwerklich fit fürs Fahrrad zu machen.

Tag der offenen Gesellschaft

Bei gefühlten 50 Grad im Schatten konnten wir unseren zweiten Aktionstag in diesem Sommer veranstalten. Er fand im Rahmen des deutschlandweiten „Tag der offenen Gesellschaft“ statt. Mit der Teilnahme an diesem quasi außerkalendarischen, selbstorganisierten Feiertag sehen wir uns und unseren Verein als Teil einer Zivilgesellschaft, für die das Miteinander und die soziale Gleichheit aller Menschen im Vordergrund steht. Damit setzen wir und alle anderen die sich an diesem Tag beteiligt haben ein Zeichen gegen den aktuell vorherrschenden Diskurs der Angst und Abschottung.

Jede*r konnte mitmachen und so waren wir am Ende mehr als 20 Helfer*innen, die zusammen Fahrräder reparierten, gemeinsam aßen und diskutierten… Und die Bilanz des Tages aus Sicht des Vereins: 15 Räder, die später einmal an Menschen mit Fluchterfahrung abgegeben werden können.

Aufräumen, Videodreh und der Rotary Club

Heute haben wir unseren ersten Aktionstag veranstaltet. Diesen konnten wir dafür nutzen die viele Werkstattaufgaben, die während der normalen Öffnungszeiten nicht erledigt werden können, abzuarbeiten. Diesmal wurden die im Keller gelagerten Ersatzteile sortiert und neu verräumt. Durch den Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer*innen ist jetzt alles richtig schön übersichtlich geworden.

Außerdem war unsere Werkstatt an diesem Tag Schauplatz eines Videodrehs. Und zwar hat Luc, ein Mediengestalter am Ende seiner Ausbildung, unseren Verein im Kontext des Themas „Ehrenamt“ für seine Abschlussarbeit portraitiert. Das Filmchen wird von uns natürlich nachgereicht, sobald es urheberrechtlich einwandfrei veröffentlicht werden kann…

Darüberhinaus konnten wir Mitglieder des Rotary Club Pankow bei uns begrüßen. Diese hatten Anfang Mai einen Spendenlauf organisiert, von dem ein Teil des erlaufenen Geldes für unsere Vereinsarbeit vorgesehen war. Nachdem wir Ihnen unsere Räumlichkeiten und unsere Vereinsarbeit vorgestellt haben, wurde uns eine Spende von 2500 Euro überreicht. Vielen Dank noch einmal dafür. Es ist immer wieder schön zu sehen, das die Sinnhaftigkeit unsere Arbeit für Integration, Mobilität und Nachhaltigkeit Unterstützung aus allen gesellschaftlichen Bereichen erfährt.

Ganz nebenbei haben wir auch noch 10 Fahrräder an Geflüchtete Familien übergeben können. Alles in allem ein voller, erfolgreicher und spaßiger Tag für alle Beteiligten. Der nächste Aktionstag kommt bestimmt…

Rückenwind auf der Velo 2019

Auch dieses Jahr bekamen wir wieder die Möglichkeit unseren Verein auf der Berliner Fahrradmesse „Velo“ auf dem Flughafen Tempelhof vorzustellen. Bei bestem Wetter durften wir mit unserem schicken Bäckerfahrrad neben der Verkehrsschule Neukölln und dem VCD Platz nehmen und interessierten Messebesucher*innen über unsere Arbeit berichten. Wir danken an dieser Stelle noch einmal allen, die uns ihre Unterstützung in Form von Spenden und (alten) Fahrrädern zugesagt haben. Ohne eure Hilfe wäre unsere Arbeit in dieser Form nicht möglich. Wir sehen uns spätestens im nächsten Jahr vor den imposanten Hangars und neben der Neuköllner Verkehrsschule wieder!

Berlin wird zur Fahrradstadt

Habt ihr auch schon gesehen, dass sich auf Berlins Radwegen etwas verändert? Durch das Mobilitätsgesetz, dass vom Volksentscheid Fahrrad erfolgreich auf den Weg gebracht worden ist, gibt es mittlerweile ein wenig Geld um endlich Fahrradwege zu bauen, Fahrradparkplätze einzurichten und bestehende Radwege herzurichten.

Die Seite FixMyBerlin stellt eine interaktive Karte zur Verfügung, auf der ihr sehen könnt, wo aktuell an Radwegen gewerkelt wird, was schon fertiggestellt ist und welche Radwege geplant sind.

Hier gehts zu Fix My Berlin!